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Bochum / Bochum - Was im Grünen

Tippelsberg Bochum

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Schöner Ort mit tollem Sonnenuntergang über den Ruhrpott. Heimatgefühle werden hier wach.

Der Tippelsberg im Bochumer Vorort Riemke ist keine Halde! Es handelt sich tatsächlich um einen ganz natürlich entstandenen Berg, den manche Quellen zum nahegelegenen Ardey-Gebirge zählen und die ihn als dessen äußerste Begrenzung in Richtung Nordwesten darstellen.

Bekanntlich sind Landschaftsgrenzen meistens sehr fließend – die Ausnahme bildet hierbei das Ruhrgebiet selber, aber auf Karten mit Landschaftsgrenzen des Instituts für Angewandte Geodäsie liegt der Tippelsberg definitiv weit außerhalb der Definition des Ardey-Gebirges.

Der ursprünglich niedrigere Berg wurde jedoch durch eine Boden- und Bauschuttdeponie künstlich von Menschenhand erhöht. Unter anderem ist Aushub vom U-Bahn-Bau in Bochum hier aufgeladen worden. Dadurch erreicht der Tippelsberg eine für das flache Ruhrgebiet recht stattliche Höhe von 147 Metern über dem Meeresspiegel und rund 55 Metern über dem Parkplatz an der Zillertalstraße. Die Schuttdeponie wurde versiegelt und renaturiert.

Seit 2007 ist der Tippelsberg zu einem attraktiven Naherholungsgebiet im Bochumer Norden geworden. Bewusst aufgenommen wurde er 2010 zur Aktion "SchachtZeichen", bei der im Zuge der Aktivitäten zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 ehemalige Förderschächte von Zechen mit einem großen gelben Heliumballon markiert wurden. Der Berg erwies sich dabei als geeigneter Aussichtspunkt, um vergleichsweise viele der Zeichen sehen zu können. Er wurde dabei von Besuchern aus der ganzen Region besonders stark frequentiert, was zu vielen Berichten, Blog-Einträgen und Presse-Artikeln führte.

Am höchsten Punkt des Berges befindet sich ein gepflastertes Plateau mit einem großen Gipfelkreuz. Fremde werden dieses jedoch vermutlich zunächst vergeblich suchen. Es handelt sich um ein liegendes Kreuz und ist eine große Sitzlandschaft – quasi eine große Bank in Kreuzform.

Rings um dieses Plateau stehen Stahlstehlen. Sie weisen auf bestimmte Landmarken oder Aussichten hin. Tiefe mit Ferngläsern ohne Linsen vergleichbare Löcher im Stahl richten den Blick des Betrachters davor direkt auf das beschriebene Objekt. Auf diese Art und Weise findet er Gebäude wie die Jahrhunderthalle oder das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum, das Rewirpower-Stadion des VFL Bochum oder die Stadt Herne. Außerdem zu erkennen sind in der Ferne die Halde Hoheward in Herten mit dem markanten Horizontobservatorium und – bei guter Sicht und Sehkraft – dem Obelisk der übergroßen Sonnenuhr. Außerdem das Windrad auf Halde Hoppenbruch, die große Halde Oberscholven und das Dach der Arena auf Schalke.

Ein schöner Ausflug mit Aussicht also :-)



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